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  • image1 Grabplatte
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Heimgang in Cambrai

Heimgang in Cambrai

 

Der Heimgang bei Cambrai am 4. Oktober 1918

Sein letzter Tag

Allgemeine Lage

Josef kommt von der Front vor der Vimy-Höhe nach Bouchain, zu Fuß die zehn Kilometer über Hordain, Estrun, Thun l'Eveque nach Eswars.
An allen Frontabschnitten sollten die Löcher der gegnerischen Ein­brüche gestopft werden. Die Front war noch hinter Cambrai, zog sich aber im Norden bis fast nach Eswars vor.
Die Kompanien waren in den letzten Monaten so richtig zusammengeschrumpft und die Soldaten waren in sehr niedergeschlagener Stimmung.
In der Eile des Transportes waren sie nur sehr notdürftig verpflegt worden. Die Aufregung der sich ständig wiederholenden Bomben­angriffe spannte die Nerven aufs höchste. Dazu kam das Gefühl, in einen aussichtslosen Kampf zu ziehen:

Es geht nicht mehr, wir sind am Ende.

 

Was macht Josef? Ihn berührte die schwere Lage seiner Kameraden auch, es ging ihm sehr zu Herzen. Der negativen Einstellung seiner Kameraden setzte er eine positive entgegen, die nach oben führt und Sinn gab. Gleich stellte er darauf sein PE ein:

„Ich will stündlich mit dem Munde sagen: Gott ist bei mir, der lie­be Vater der Menschen. Er sieht, wie ich den in mir eingepflanz­ten Drang zu helfen im Dienste der Menschen betätige.“
1. Oktober 1918

„Bei Cambrai in Eswars. Das ging diesmal schnell mit der Ablösung. Am Ersten abends kommt plötzlich ein Vorkommando von einem neuen Regiment, und am nächsten Abend tippeln wir aus Stellung, etwa vier Stunden (etwa bis Flers). Dann geht’s in Autos zum Bahnhof in Pont de la Deule (vor Douai) und eine Stunde später per Eisenbahn nach Bouchain, etwa fünfzehn Kilometer vor Cambrai. Jetzt sitzen wir in Stellung in Bereitschaft, während der Tommy beständig in unserer Nähe funkt. Fünfzig Meter von mir ist auch gleich der Heldenfriedhof und der frühere Gottesacker, wo schon einige ausgeworfene Gräber auf uns warten. Doch soweit sind wir noch nicht. Heute halte ich unfreiwilliges Fas­ten. Die uns verpflegende Kompanie hatte nur für zwei Mann von uns empfangen, und infolge der Verschiebung konnte noch nichts nachempfangen werden (für die vier Mann der Infanterie-be­obachtung, die jetzt wieder zur Kompanie gekommen waren). So hat niemand von uns heute etwas zu essen, und die Küche kommt erst abends.“ 4. Oktober 1918; EB III S. 354

Josef kam also mit der 4. Kompanie nach Eswars, am Dorfeingang, rechts beim ersten Gehöft des Dorfes. Unter dem schützenden Überhang einer Weißdornhecke fanden sie Deckung.
Am Dorfrand von Eswars, im Umkreis des Friedhofes, hat sich Josef Engling am 4. Oktober 1918 von etwa 5 Uhr morgens bis 18 Uhr abends aufgehalten. Die heutige Feldscheune ist auf den alten Fundamenten errichtet worden.

Die Leute wurden vom Hunger geplagt, waren völlig übermüdet, manche schliefen auf der Stelle ein.

Als es Mittag wurde, zog Josef seine geistliche Tagesordnung he­raus. Alle Übungen des Vormittags hatte er gehalten. Auch das Par­tikularexamen bekam für jede Stunde einen Strich. Wandel mit Gott und gleichzeitiger Helferdienst unter den Kameraden, Fröm­migkeit mitten im Alltag, das war sein letztes PE.

 

 

Zum Vorkommando

Aus der „Ligagruppe“ von Josef Engling für den Aufbau der Außenorganisation berichtet Paul Mehl:
„Wir lagen in einem kleinen Dorf bei Cambrai. Es war bei uns Sol­daten eine miese Stimmung. Keiner hatte Lust, etwas zu unter­nehmen, Josef Engling saß neben mir. Er zeigte auf einen Friedhof, wo man Gräben ausgehoben hatte und sagte: ,Man macht mir dort mein Grab.’ Ich entgegnete: Du bist verrückt, das glaube ich doch nicht. Darauf er: ,Diese Nacht nimmt die Gottesmutter mein Opfer an.’ Dann wurde er gerufen und kam mit Freude im Gesicht zurück und sagte mir: ,Ich muss zum Vorkommando.’ Er wusste, dass ich anderntags in Urlaub fuhr. Er nahm ein Stück Papier, schrieb etwas darauf und gab mir den Zettel mit den Worten: ,Wenn ich gefallen bin, dann teile an diese Adresse (P. Kentenich) meinen Tod mit.’ Dann gab er mir die Hand, schaute mir fest in die Augen und sagte: ,Komm gut nach Hause und erledige bitte mei­nen Wunsch. Das Mütterlein ist bei mir. Ich bin vorbereitet und habe alles in Ordnung.“ EB III S. 358-359

Am Nachmittag sucht Josef seinen Mitschönstätter Paul Reinhold auf und sie lagen eine ganze Weile plaudernd beieinander. Paul wurde das Gefühl nicht los, als stände Josef unter einer sehr nach­denklichen, fast wehmütigen Stimmung. Ob ihn schon die Ahnung bewegte, dass er in diesem Augenblick von seinem Gruppenmitglied für immer Abschied nahm?

Vor dem Friedhof hatte sich das Vorkommando bereits zum Abrücken gesammelt. Nur Josef fehlte noch. Da hörte man von der Feldscheune her, wo der Kompanieführer war, einige Stimmen: „Engling, zum Vorkommando!“
Auf diesen Ruf tauchte auf einmal halb rechts zwischen den großen Grabsteinen am oberen Ende des Friedhofes Josef Engling auf. Mit dem Kochgeschirr in der Hand schritt er eiligst durch die Grabreihen und durch den damals verfallenen Zaun mit einer alten Hecke, nicht das heutige Zementgatter, und kam quer über die Wiese auf seinen Kameraden Hupperich zu, der bei dem unteren En­de der Weißdornhecke stand. Auf dessen Frage, was er gemacht habe, antwortete er, dass er hinter den großen Grabsteinen sich ein Feuerchen angezündet und Kartoffel gekocht habe; sie seien aber noch nicht ganz weich.
Während nun sein Kamerad Hupperich in aller Eile Josefs Gepäck ordnete, den Mantel rollte und auf den Tornister aufschnallte, aß Josef Engling ebenso rasch die nicht ganz gar gekochten Kartoffeln. Dazu bemerkte er mit einem wehmütigen Lächeln: „Nun habe ich mich noch einmal satt gegessen, aber vielleicht war es das letzte Mal.“

Nikolaus Hupperich:
„Am Abend vor seinem Tode hat Josef Engling an einer Raststelle im Freien in der Nähe eines Friedhofes sich von mir verabschie­det, indem er mir die Hand drückte und sagte: Auf Wiedersehen! Wenn nicht in dieser Welt, dann im Jenseits! Und wenn du Josef Rath noch einmal siehst, so bestelle einen letzten Gruß von mir. Ich sagte ihm, es würde doch kein Grund sein, dass gerade jetzt etwas passierte, weil wir doch schon so oft in Stellung gegangen seien, ohne dass etwas passiert sei. Darauf antwortete Josef Engling: Ich habe so eine gewisse Ahnung. Nun ja, wie Gott will. Sein Wille geschehe. Mein Mütterchen ist ja immer bei mir. Ich bin vorbereitet und habe alles in Ordnung.“

Josef Engling, mit vollem Gepäck gebeugt, geht mit großen Schrit­ten dem Vorkommando nach, das sich bereits in Bewegung gesetzt hat.

 

Sein Tod

Am 4. Oktober 1918 abends sollte das 1. und 2. Bataillon in die erste Linie zwischen Cambrai und Ramillies eingeschoben werden. Darum werden die üblichen Vorkommandos vorausgeschickt. Der direkte Anmarschweg durch Eswars nach Ramillies wäre wegen der gefährlichen Nähe der vorgeschobenen englischen Maschinengewehr-Nester auf der leichten Anhöhe bei Cuvillers – Ban­tigny zu riskant gewesen.

Inzwischen brach die Dämmerung herein. Die englische Artillerie beschoss die Ruhequartiere und legte Feuerüberfälle auf die Straßen. Das Vorkommando mit ca. sechs bis acht Mann marschierte zuerst die Strecke zurück bis nach Thun St. Martin. Beim Regi­mentsstab im Schlösschen werden sie auf die gefährliche Straßen­kreuzung aufmerksam gemacht. (Gefährlich, da die deutsche Munition vom Bahnhof in Iwuy über die Straße an der Kreuzung St. Hubert vorbei zur Batteriestellung in der Nähe der „Alten Cam­braier Straße“ geführt wurde.) Von dort gingen sie also Richtung Straße, die nach Cambrai führt. Am Horizont zitterten die Abschussfeuer der englischen Batterien. Da und dort im Gelände tanz­ten die Blitzlichter ihrer Einschläge. Über der Front rötete sich der Abendhimmel vom flackernden Mündungsfeuer der Geschütze.
Etwa zweihundert Meter vor der Straßenkreuzung bog der vorsichtige Führer des Vorkommandos mit seinen Leuten vom Wege ab, ins offene Feld hinein. Sie warfen sich gegen einen meterhohen Hang und beobachteten von Ferne den Feuerwirbel rings um die Wegkreuzung.
„Wenn in diesem Feuer nur alles gut geht“, meinte Unteroffizier Juchem. – „O“, erwiderte Josef, „es ist bis jetzt alles gut gegangen. Hoffentlich geht es auch weiter so.“ An dieser schutzbietenden Böschung teilte Unteroffizier Juchem das Vorkommando in zwei Gruppen: „Gefreiter Meier, Sie halten sich mit Ihren Leuten etwas weiter links, ihr anderen folgt mir.“

Josef in der Gruppe mit drei bis vier Mann unter dem Gefreiten Meier gingen also, der Kreuzung ausweichend, wieder der Straße zu. Da sauste eine neue Lage der englischen Batterie heran. Und, wie wenn sie gelenkt würde, schlug sie anstatt auf die Straße etwa zwei- bis dreihundert Meter rechts davon ins offene Gelände ein. Im Aufblitzen der Einschläge sah man an der Spitze der kleinen Gruppe eine Gestalt plötzlich zusammenbrechen. Die übrigen liefen auseinander. Nach dem Feuerüberfall lief Unteroffizier Einig mit einem Kameraden gleich an die Unglücksstelle. Sie erkannten sofort ihren Kameraden Josef Engling. An Kopf und Brust hatten ihm die Granatsplitter schwere Wunden geschlagen. Er war bereits tot – am 4. Oktober 1918 zwischen 18 und 19 Uhr.

Die Leute des versprengten Vorkommandos irrten während der Nacht noch lange im Gelände umher. Erst um 5 Uhr morgens stie­ßen sie tropfenweise wieder auf die 4. Kompanie und meldeten dort, Josef Engling sei gefallen und liege nicht weit von der beschossenen Wegkreuzung. Auch Nikolaus Hupperich hörte es. Nun war es also doch so gekommen, wie sein Kamerad ahnungsvoll vor einigen Stunden vermutet hatte. Er und viele andere Kame­raden fühlten sich von der Nachricht sehr betroffen. „Der gute Engling“, sagten sie, „er war ein treuer und gottesfürchtiger Kamerad“.

Am 6. Oktober spät abends wurde die 4. Kompanie abgelöst und rückte in die Ruhequartiere von Bouchain ab. Nach der Erinnerung von Nikolaus Hupperich hat sich beim Vorbeimarsch an der Wegkreuzung ein Kamerad von der Truppe abgetrennt, kurz da­rauf die Kompanie wieder eingeholt und erzählt, er habe nach dem toten Engling gesehen. Er liege noch unbeerdigt da und sei am Kopf tödlich getroffen worden.
Am 8. Oktober erging an das Regiment der Befehl, nach St. Aubert aufzubrechen. Nikolaus Hupperich konnte sich erinnern, dass nach einer Rast, als die Kompanie weiter marschieren wollte, zwei Mann fehlten, deren Gepäck da lag. Man rief vergebens nach ihnen und wartete, bis sie schließlich wieder auftauchten und sich beim Kompanieführer melden mussten. Dann hieß es in der Kompanie, die beiden seien beim toten Engling gewesen.

Vermutlich hat Paul Reinhold, der letzte Schönstätter in der Kom­panie, von dem Gefreiten Meier näheres über die Todesstelle erfah­ren und ihn auch bewogen, einen zweiten Abstecher auf das nah­gelegene Feld an der Wegkreuzung zu machen. Auf diese Weise muss wohl auch das Tagebuch und einige Feldpostbriefe Josef Englings an die Kompanie und von dort an die Eltern gekom­men sein. Auch nach vielen Nachforschungen und Ausgrabun­gen hat man seine Gebeine bis heute nicht gefunden.

 

Paul Reinhold an Pater Kentenich am 7. Oktober 1918:
„Als wir am 4. Oktober abends in die Stellung rückten, schlug auf dem Annäherungsweg ein Volltreffer ein, dem unser Josef Eng­ling und noch einige Kameraden (es war nur Engling) zum Opfer fielen. Schon am letzen Nachmittag fiel mir auf, dass Josef zum Un­terschiede von anderen Tagen etwas traurig und einsam umherging. Doch an einen Unglücksfall dachte ich nicht.
Wenn er auch eines plötzlichen Todes gestorben ist, ohne pries­terlichen Beistand, so bin ich doch der festen Überzeugung, dass er im Stande der Gnade aus diesem Leben schied. Die liebe Mutter Gottes, für deren Ehre er hier im Felde so viel wirkte, hat ihn zu sich gerufen. Seitdem wir das Apostolat zu unserer Gruppenarbeit gewählt hatten, war er auf diesem Gebiet besonders tätig durch Wort und Schrift, und besonders durch sein leuchtendes Bei­spiel suchte er, Gutes zu wirken. Dem Divisionspfarrer stand er stets behilflich zur Seite, machte den Gottesdienst in der Kompa­nie bekannt, schmückte den Altar, ministrierte und anderes mehr. Und in welchem Grad er sich bei seinen Kameraden durch treue Hilfsbereitschaft und Liebenswürdigkeit beliebt gemacht hat, zeigte sich, als man von seinem Tod hörte. Jeder rühmte ihn als guten, pflichttreuen Kameraden. – Und dass er nicht nur als So­dale, sondern auch als Soldat seinen Mann stellte, zeigte er bei Gewaltpatrouillen und durch treues Ausharren auf gefährlichen Posten. Das EK schmückte ja auch schon lange seine Brust.
In diesem schönen Rosenkranzmonat hat ihn die Sodalenkönigin zu ihrem Thron berufen, wo er nun den Lohn für seine Treue und Tüchtigkeit im Dienst seiner Herrin empfängt. Wir aber wollen uns an ihm ein Beispiel nehmen echter Sodalenart und vor allem in diesem Monat das Rosenkranzgebet für seine Seelenruhe aufopfern, damit er bald der ewigen Ruhe teilhaftig werde, wenn er noch am Reinigungsort festgehalten werden sollte. Anbei zu diesem Zweck drei Mark für eine hl. Messe.“
Paul Reinhold

Paul Reinhold geriet bei Le Cateau in englische Gefangenschaft. Von einem LKW aus winkte er, den verwundeten Arm in der Schlinge, Josef Mehl (auch gefangen) sich erkennen gebend zu. Seither hat man nie mehr etwas von Paul Reinhold erfahren.

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