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Ostfront 1917

Ostfront 1917

 

An der Ostfront vom 10. August bis zum 7. Dezember 1917

Kleine Übersicht:

6. Juni 1917

die Hagenauer rücken aus

8. Juni - 12. Juli 1917

Josef Engling ist im Rekrutenlager Jablonna bei Warschau

13. Juli - 6. August 1917

in Oberschlesien

10. August - 7. Dezember 1917

an der Ostfront, im westlichen Teil der Ukraine (Josef Engling wird der 15. Div., 25. RJR, ‚Rheininfanterieregiment’, 1. Battl., 4. Komp., 2. Zug zugeteilt)

8. Dezember - 5. Januar 1918

Umzug von der Ost- an die Westfront

Niederlagen auf dem Weg, ein Heiliger zu werden

Zum ersten Mal in seiner Militärzeit musste er feststellen, dass er das Ideal des Heiligen aufgegeben hat. Zuerst unterließ er das Partikularexamen (vom 6. August bis zum 10. September), obwohl es von den Verhältnissen her möglich gewesen wäre. Bald führte er auch keine geistliche Tagesordnung mehr (vom 8. bis zum 27. August). Die Eintragungen in sein GTB fielen aus. Die Gruppenarbeit schlief langsam ein; denn die Briefe seiner Mitsodalen trug er wochenlang unbeantwortet mit sich im Tornister herum. Das Gebetsleben begann zu erkalten, da auch noch die sonntägliche Geisteserneuerung wegfiel.
An Stelle des Ideals, ein Heiliger zu werden, schob sich langsam der Alltagsmensch. Den beschäftigte tagsüber keine andere Frage als nur die eine: wie komme ich am einfachsten durchs Leben, was bringt mir am meisten Nutzen? Man lernte die Geschicklichkeit, sich zu drücken. Man durfte es nicht so haarscharf nehmen mit der Wahrhaftigkeit. Man brauchte deshalb kein schlechter Mensch zu sein.
Die Wochen der Nachlässigkeiten hatten ihm aber auch eine wert­volle Erfahrung gebracht: Sobald er sich nicht mehr durch sein PE ein persönliches Ziel vorgab und sich durch seine GTO in die Stille und Einsamkeit seines Herzens zurückzog, erlahmten seine Be­mühungen. Das war der erste Schritt, sich den Lebensgewohnheiten der Umgebung anzupassen – ein Massenmensch zu werden.

„Das PE ist der Gradmesser unseres Strebens nach Vollkommenheit.“ EB II S. 266; MGE S. 208-209

Wache
„Am Sonntag 1 Uhr begann dann eine Wache, wie ich noch keine mitgemacht hatte. Der Unteroffizier hatte jeden Augenblick etwas zu schimpfen und zu knurren. Ich schimpfte einige Mal hinter seinem Rücken. Am Montag waren wir von der Wache gekommen, müde und kaputt, und hatten kaum gegessen, da hieß es schon: Fertigmachen zum Schießen.
Als der Tornister gepackt war, aus Ärger nicht vorschriftsmäßig, ging’s los in brennender Hitze. Heute 1 Uhr sol­len im Schatten 33 Grad gewesen sein. – Da trat eine Versuchung nach der anderen an mich heran.
Lass dich ganz fahren. Gib das Streben nach Selbstheiligung auf. Es genügt, wenn du als gewöhnlicher Christ lebst und nicht schwer sündigst. Schwindle, wo es dir Vorteile bringt usw.. Es war ein schwerer Kampf. Erst der Gedanke an das liebe Mütterlein gab mir Kraft, mich aus diesen Versuchungen, denen ich mich schon ganz hingegeben hatte, aufzuraffen.“ EB II S. 186 Mitte

Gelogen
Wie er seinem Freund Klement berichtete, hat er während einer Woche kein PE gehalten, 4. bis zum 10. Juni 1917, auf dem Trans­port hat er zweimal gelogen und geholfen zu lügen. (Siehe Vorsatz zu Beginn der Soldatenzeit)
vgl. MGE S. 189-190 oben; EB II S. 175 unten - 176

Ein Kunsthonig zu viel
Bei der Essensausgabe hat er unerlaubterweise einen zweiten Kunsthonig abgeholt. (Trotz Kontrolle wird er nicht erwischt, Josef gibt den zweiten Kunsthonig einem Kameraden weiter!)
vgl. MGE S. 193 f.

Menschenfurcht
„Am Freitag hatten wir Gottesdienst. Es war, wenn auch nur geringe Aussicht vorhanden, dass wir die hl. Sakramente empfangen konnten. Doch ich konnte meinen Appetit nicht überwinden und trank Kaffee. Nachher war wirklich Gelegenheit zum Sakramentenempfang. Als es angesagt wurde – wir saßen vor der Kirche –, riefen einige gleich im spöttischen Ton, nicht weil ich Kaffee getrunken hatte, sondern um mich als Frömmler, als Betbruder hinzustellen: ,Engling!’ Ich hätte wenigstens beichten und mich dann erkundigen sollen, ob ich vielleicht doch hätte kommunizieren dür­fen. Einige warteten nur, was ich tun würde, um dann meinem Beispiel zu folgen. Aber weil jene spöttelten, teils aus Menschenfurcht, teils aus einem unbestimmten Gefühl, blieb ich sitzen. Nach­her hörte ich zu meiner Beschämung, dass ein Bauernjunge nüchtern geblieben war.“

Prügelei
„Am Freitagnachmittag habe ich mich mit einem Kameraden verprügelt. Ich gestand auch meine Schuld ein, und wir gaben einander die Hand zur Versöhnung.“ EB II S. 242-243

Gerechter Krieg?

Viele fingen an zu zweifeln, ob man überhaupt für eine gerechte Sache kämpfte, wenn es im Kriege so viel Ungerechtigkeit und unwürdige Behandlung gibt. Diese elenden Menschenschinder, die einen wie Tiere behandelten, dieser geistlose Drill hinter der Front.
Dann die entsetzliche Hungerplage im Rekrutenlager, in der Kantine war aber fast alles zu haben, aber zu ganz unerschwinglichen Preisen! Ging es da überhaupt noch mit rechten Dingen zu? Saßen da nicht Kriegsgewinnler und Schieber dahinter, die aus dem Krieg ein Bombengeschäft machten auf Kosten des einfachen Soldaten? Josef hat das Unrecht auch gesehen. Er konnte aber des­wegen nicht den ganzen Soldatenstand verwerfen. Er musste sich oft an die deutschen Soldaten erinnern, die 1914 durch seine Heimat zogen und so seine Angehörigen und sein Vaterland beschützten. vgl. MGE S. 192-193 oben; S. 197 Mitte - 198

Josef bewährt sich

Erster Frontkontakt
Auf deutscher Seite wollte man Gewissheit haben, wie es eigentlich bei den Russen steht. Die Russen gerieten in Unruhe und begannen eine wilde Knallerei. Zum ersten Mal hörte er um sich das Zischen und kurze Aufklatschen der Gewehrkugeln. Manche schlu­gen unmittelbar neben ihm ein. Auch die Artillerie legte los. Die Granatsplitter schwirrten ihnen um die Köpfe. Da gab es auf einmal neben ihm einen Schlag – ein fingerlanger Granatsplitter fuhr dicht neben ihm in die Erde. Da hatte nicht mehr viel gefehlt. Josef fühlte die Todesnähe. Im Herzen erweckte er einen Akt voll­kommener Reue und hat sich der Gottesmutter anempfohlen. Da stand auf einmal vor seinem geistigen Auge das Kapellchen von Schönstatt und es überkam ihn auf einmal ein tiefes Gefühl der Geborgenheit und Ruhe. Sein Unteroffizier schaute ein wenig erstaunt zu ihm herüber. Er hatte Josef überhaupt schon lange beobachtet und dabei wahrgenommen, wie kaltblütig er sich zeigte.
Am folgenden Tag stieß wieder eine Patrouille vor; diesmal ließ sie einen Toten zurück. Es war der erste vom Jahrgang 98. Tags darauf holte ihn Josef mit Friedrich, einem Schönstätter Kameraden, zurück. Noch einmal kam die Feldwache in Aufregung und der Unteroffizier ins Staunen über Josefs Kaltblütigkeit. Später hat der Unteroffizier den Vorfall in der Kompanie erzählt. Mit dem Engling könne man ausziehen. Der sei ein williger und treuer Soldat, der allezeit schweigend seine Pflicht tue und sich in jeder Lage anpassen könne. Mut und Kaltblütigkeit habe er wie ein Alter. Und ein guter Kamerad sei er auch. An dem Engling habe sich mancher verguckt. Das Urteil über Josef begann sich von da ab in der Kompanie zu ändern. An der Front war nicht mehr der Paradesoldat aus der Kaserne gefragt. vgl. MGE S. 217-218

Josef als Quartiermacher
„Am Heiligen Abend machte ich mit meinem Unteroffizier einen vierstündigen Marsch. Wir machten Quartiere für die Kompanie, die an Weihnachten hierher kam.
Die Marschtage waren recht schwer. Am zweiten Tag musste ich als Quartiermacher vor. Ich hatte schon fünfzehn Kilometer zurückgelegt, dann ging’s abends 6 Uhr los. Wir marschierten mit einer halbstündigen Pause bis 12 Uhr. Am anderen Tag ging’s noch anderthalb Stunden. Dann wurde Quartier gemacht, die Kompanie abgeholt, und nach zwei Stunden ging’s weiter über zwanzig Kilometer. Mir hatten sie am zweiten Marschtag meine beiden Decken und die Schnürschuhe mit Bürsten, Lederfett und Nähzeug gestohlen. So habe ich nur die halbe Last zu tragen, aber auf der Bahn werde ich elend frieren. Na, vor dem Schlimmsten schützt mich mein dicker Mantel. Morgen geht’s weiter. Das Schwerste haben wir hinter uns. Es geht alles. Immer heiter, Gott hilft weiter.“ EB II S. 337-338; MGE S. 225-227

Josef zeigte seinen Kameraden den Weg, er hetzte sich ab für sie. Spät abends, als auch er sich todmüde hinlegen wollte, merkte er, dass ihm jemand seine zwei Decken geklaut hat! Da muss auch in seinem Herzen der Groll gezittert haben – kann man unter solchen Umständen weiterhin die Kameradschaft üben?
Trotz größter Müdigkeit geht er noch seine GTO durch. Die letzte Übung hieß: ein Akt der Selbstüberwindung. Damit wollte er täglich einen eigenen und ausdrücklichen Beitrag ins Gnadenkapital schenken. War es eine innere Stimme, war es die Gnade, die ihm sagte: Tagesopfer für das Gnadenkapital, und er machte einen senkrechten Strich.
Am folgenden Tag muss er sich ein aufgeregtes Donnerwetter mit Schimpfworten und Zornausbrüchen seiner Kameraden gefallen lassen. (Auf der vereisten Straße kam das Fuhrwerk nicht recht voran und es musste ein Umweg gemacht werden, so der Unmut gegen den „langweiligen Quartiermacher“.)
Wie konnte Josef in dieser Situation ruhig bleiben und die Einsicht behalten, dass es in dieser Lage wenig Sinn hat, mit seinen Kameraden zu streiten?
War es der Gruppenvorsatz, die Rechenschaft über das schriftlich geführte PE zu Weihnachten als Geburtstagsgeschenk fürs liebe Christkind Pater Kentenich zuzuschicken?

Lebensretter
Einem Ertrinkenden rettete Josef Engling das Leben, so dass er dabei selbst auch fast umgekommen wäre:
„Habe heute wieder den besonderen Schutz der MTA erfahren, als ich beim Freibad in einem unbekannten Fluss (Schwarzwasser) einen vom Tod des Ertrinkens retten wollte. Er klammerte sich mit den Armen an mich, mit letzter Not kam ich ans Ufer, ganz erschöpft.“ EB II S. 225 unten – 224 oben

Polnisch lernen
Durch einen 17-jährigen Jungen will er Polnisch lernen: „Ich habe mit einem 17-jährigen Polen Bekanntschaft gemacht, der ziemlich gut Deutsch spricht. Er hat mir ein deutsch-polnisches Wörterbuch gegeben, erklärt mir die Aussprache und hilft mir beim Erlernen der Sprache.“ EB II S. 221 unten

Neue Gruppenbildung
Josef wird zum Gruppenführer ernannt, er tut sehr viel für die neue Gruppenbildung. Im Laufe dieser Zeit wächst die Gruppe auf acht Mann. Noch drei Mann sind mit Josef im gleichen Regiment, drei Mann in verschiedenen Kompanien. Hans Hofmann ist als Gruppenvertreter in Schönstatt. Durch einen reichlichen Briefverkehr beginnt die Gruppe zu arbeiten, es kommt Leben hinein. Vor allem hat er angeregt, mit dem PE zu arbeiten.
vgl. Die Gruppe „Engling“ – EB II S. 257

Der schreibende Engling
Die werdende Gruppe erforderte einen umfangreichen Briefwechsel. Kaum war der Dienst zu Ende, drängte es Josef zum Schreiben. Mit einem Bleistift und ein paar Bogen Briefpapier ging er hi­nüber ins Soldatenheim. Da ihm auch noch nach einer halben Stunde Wartezeit, im mit qualmenden und biertrinkenden Soldaten vollbesetzten Heim, keine einzige Sitzgelegenheit zur Verfügung stand, blieb ihm keine andere Wahl, als wieder in den „Stall“ zurückzukehren. Dort legte er sich platt auf sein Strohlager. Ein Pappdeckel als Schreibunterlage machte ihm die Lage etwas gemütlicher. Von nun an sah man Josef jeden Tag an seinem „Schreibtisch“ sitzen. Fast jeden Tag ging von ihm ein Brief ab zu den fernen Mitsodalen. vgl. MGE S. 202; EB II S. 231

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